Menschenwürde

Für Convivio mundi ist die Frage der „Menschenwürde" der entscheidende Schnittpunkt, die unterschiedlichen Überlegungen in den Naturwissenschaften, der Philosophie, der Politik und Ökonomie etc. und ihre gesellschaftlichen, menschlichen und sozialen Auswirkungen zu bewerten.
Wir möchten hier Beiträge aufnehmen, um eine Diskussion über diese Grundfrage der „Würde des Menschen" von den verschiedensten Aspekten zu führen und die Sensibilität für alle damit verbundenen Fragen zu erhöhen.
Wir laden herzlich zu Beiträgen, Kommentaren etc. ein....!

Viele Freunde von Convivio mundi werden sich an den eindringlichen Appell von Professor Dr. Gerhard Trabert, Begründer des Vereins „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.“ im Dezember 2018 aus dem Kriegsgebiet Kobane in Nordsyrien erinnern, wie auch an seinen Bericht im November 2020 über das Flüchtlingslager Cara Tepe auf Lesbos. Für den Mediziner und Sozialpädagogen bedarf es keiner Abwägung mehr, Menschen in Krisen- und Kriegsgebieten notwendige Hilfe und Unterstützung, Medikamente, Verbandsmaterial und Wundversorgungs-Equipment zu bringen. Anfang Mai reiste er aus diesem Grund in die Ukraine. Er schickte Convivio folgenden Erfahrungsbericht, den wir leicht gekürzt haben.

Seit Jahrzehnten beklagt Claus Fussek die menschenunwürdigen Bedingungen in vielen Senioren- und Pflegeeinrichtungen, wie auch im Convivio-Interview 2013. Am 1. Februar 2022 ist diese engagierte, mutige Stimme alter und pflegebedürftiger Menschen in Deutschland in den Ruhestand gegangen. Claus Fussek spricht vom „Unruhestand“ und fordert einen dringenden Perspektivenwechsel in der Pflege: „Nicht die Pflegekräfte sind die Opfer, sondern die wehrlosen, ausgelieferten, hilflosen, kranken, pflegebedürftigen, verletzlichen, sterbenden Menschen! … Wir sind und bleiben ALLE zuständig und verantwortlich!“

Auch in diesem Frühling 2022 verhindert die Corona-Pandemie wieder einmal, dass Convivio mundi wie jedes Jahr zur Veranstaltung in das Leibnizhaus in Hannover einlädt: zu unserem traditionellen „Gastmahl der Welt“. Mit Musik und Poesie haben wir dort stets Menschen zu Gehör gebracht, die mit ihren Ideen und ihrem Wirken nie nachgelassen haben, die Unantastbarkeit und Unverletzbarkeit der Menschenrechte und Menschenwürde zu verteidigen. Menschen wie David Maria Turoldo, den in Deutschland fast unbekannten Dichterpriester aus dem italienischen Friaul. Umso dankbarer sind wir, dass Carl Wilhelm Macke, freier Journalist und Geschäftsführer des Vereins Journalisten helfen Journalisten e.V., Turoldo aus Anlass seines 30. Todestages vorstellt. Besonders danken wir auch Dr. Thomas Stauder, Privatdozent an der Universität Augsburg, dass er einer Zweitveröffentlichung seines Beitrags „David Maria Turoldo – ein ,poeta prete’ zwischen Meister Eckardt und Erich Fried“, zuerst erschienen in der Zeitschrift „Zibaldone“ im Mai 1994 im Piper Verlag, zugestimmt hat.

Die meisten kennen Dunja Hayali vermutlich als Journalistin und Moderatorin aus dem Fernsehen, z. B. aus den ZDF-heute-Nachrichten oder aus dem heute-Journal. Über diese Rolle spricht sie auch in ihrem Buch Haymatland, das 2018 im Ullstein-Verlag erschienen ist. Besonders wichtig ist ihr aber auch, zu unterstreichen, dass sie nicht nur das ist, eine öffentlich bekannte Person, sondern auch „einfach eine Frau, die stolz auf ihre Eltern ist und dankbar und demütig für die Möglichkeiten, Freiheiten und Rechte, die mir unser Land einräumt und die mir meine Eltern ermöglicht haben“ | Geschrieben von Janina Schmiedel

„Heimisches Land, väterlich Haus, Nie mög’ ich von Euch verbannt sein, Um hilfeberaubt und ratlos, Durch die Welt zu irren, Schmachtend in kläglicher Not! In den Tod, in den Tod zu gehen wünscht’ ich, Ehe dieses Los sich an mir erfüllt; Denn der Heimat beraubt zu sein, Nenn ich der Übel größtes.“ | Beitrag von Renate Müller De Paoli

„Wir von Sant'Egidio haben uns gefragt, was man tun kann, um Leben zu retten und neue, legale und sichere Zugangswege zu schaffen. Wir wollten nicht ohnmächtig zusehen!“, sagt Dr. Cesare Zucconi, seit 2008 Generalsekretär der Gemeinschaft Sant’Egidio, und erläutert im Interview mit Convivio mundi das Konzept der „humanitären Korridore“ und „Schulen des Friedens“ in Flüchtlingslagern.


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