Neueste Texte / Beiträge

Seit Jahrzehnten begleitet Michael Ganß Menschen mit Demenz mit künstlerischen Mitteln. Zusammen mit Jessica Höhn, Theaterpädagogin, und Erpho Bell, Regisseur und Dramaturg, hat er das Buch Theatertechniken für Menschen mit Demenz geschrieben, 2023 erschienen im Mabuse Verlag. Es ist eine Einladung, neue Wege im Umgang mit Menschen mit Demenz zu suchen und zu gehen und diese Form des freien Spiels im Miteinander und gemeinsamen Gestalten, in dem es keine Tabu-Themen gibt, in den Alltag von Einrichtungen der Altenhilfe einzubauen. Und es ist eine Einladung an alle in der Gesellschaft, neugierig und interessiert zu sein, auf das, „was die Person mit Demenz zu sagen hat und was sie in das Soziale, in die Gesellschaft einbringen kann“, so Ganß gegenüber Convivio mundi e.V.

„Wie soll man das Kindern begreiflich machen?“ fragte Ofer Waldmann in einem Interview mit der ARD-Tagesschau angesichts der barbarischen, menschenverachtenden Eskalation im Nahen Osten. Drohen Hass, Terror, Tod und Zerstörung wirklich in dieser Welt zu obsiegen? Und dennoch „Meine Religion ist Liebe. Jedes Herz ist mein Tempel.“, sagt der große persische Dichter und Islamgelehrte Mevlana Dschelaleddin Rumi, dessen 750. Todestag sich am 17. Dezember dieses Jahres jährt. Aus diesem Anlass hat der Züricher NordSüd Verlag ein farbenprächtiges Bilderbuch mit dem schlichten Titel Rumi – Dichter der Liebe herausgebracht, geschrieben und illustriert von der Iranerin Rashin Kheiriyeh.
Ein wundervoller Schatz, der nicht nur Kindern helfen kann, zu der eigentlichen Kraft in unserem Universum zurückzufinden und mit Mevlana Dschelaleddin Rumi Wege zu einem friedvollen, menschenwürdigen Zusammenleben zu beschreiten: „Hör mit den Ohren der Toleranz. Sieh durch die Augen des Mitgefühls. Sprich die Sprache der Liebe."

„Sei klug und halte dich an Wunder“ - Diese Worte stammen aus dem Gedicht Rezept von Mascha Kaléko und war das Motto des Abends mit Texten und Musik, den Convivio Mundi e.V. im Rahmen des „Festival der Philosophie Hannover“ 2023 im Künstlerhaus Hannover veranstaltete. Vor der Corona-Pandemie hatte die letzte Veranstaltung mit dem Titel „Ein Körnchen Wahrheit“ im Februar 2020 kurz vor dem ersten Lockdown stattgefunden. Ebenso lange war es her, dass das Festival der Philosophie mit zahlreichen Veranstaltungen zum letzten Mal in Präsenz in Hannover ausgerichtet werden konnte.

60 Jahre Menschenrechte. Und noch nicht am Ziel!, so lautete im November 2008 das Thema der ersten Konferenz von Convivio mundi e.V. nach der Gründung 2007. Anlass war der 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, verabschiedet drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Dezember 1948. Und jetzt, 15 Jahre später, wo stehen wir zum 75. Jahrestag? Wieder sind nationalistische Bewegungen im Aufwind und Menschenverachtung, Gewalt, Terror und Krieg scheinen leichtes Spiel zu haben. Doch wie konnte es erneut zu diesem Dammbruch kommen? Gibt es „Unvorhersehbarkeiten der Geschichte“, die die Lehren aus der Geschichte vergessen lassen? Unter diesem Titel Die Unvorhersehbarkeiten der Geschichte hat der Verlag Karl Alber einen Sammelband mit Texten des französischen Philosophen Emmanuel Lévinas herausgebracht, Texte, die sich über den Zeitraum von 1929 bis 1992 erstrecken. Darunter besonders bemerkenswert und hochaktuell der kurze Aufsatz Einige Betrachtungen zur Philosophie des Hitlerismus, geschrieben 1934.

Krieg in Europa. Der Putin’sche Angriffskrieg gegen die Ukraine lässt niemanden kalt. Und so wird auch der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum aufgrund seiner Lebenserfahrung von über 90 Jahren nicht müde, immer wieder aufzuzeigen, welche Brandmauer hier beginnt einzustürzen. Baums Mutter war Russin, geboren in Moskau, sein Großvater mütterlicherseits stammte aus Charkiw, in der jetzigen Ukraine. Er selbst bezeichnet sich gegenüber Convivio mundi als „Menschenrechtsaktivist“ und versucht im Gespräch die Bedeutung und Wirkung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, wie auch der Vereinten Nationen – trotz eines notwendigen Reformprozesses – für eine Friedens- und Freiheitsordnung aufzuzeigen.

Wenke Seemann, Jahrgang 1978, aufgewachsen in Rostock, ist eine in Berlin lebende Fotografin und Performancekünstlerin. Mit ihrer Ausstellung Utopie auf Platte hat sie im Sommer in der Kunsthalle Rostock zum ersten Mal ihre Werkserie Archivdialoge #1 – Bauplan Zukunft ausgestellt, und wenn Sie schon immer etwas über die Entstehung von ostdeutschen Plattenbauvierteln wissen wollten, sollten Sie jetzt nicht aufhören zu lesen. Vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die an Jena-Lobeda auf der Autobahn vorbeibrausen und froh sind, dort nicht wohnen zu müssen. Aber gönnen Sie sich eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Gefühl.

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